Employability



Volker Schulz - Director Board and Executive in Hamburg - berät Unternehmen aus der Branche bei Themenstellungen wie Board & Executive Search, Executive Appraisals & Audits, Internationale Besetzung von Führungspositionen. Wenn Sie Fragen an ihn haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit ihm auf.

Die eigene persönliche und fachliche Entwicklung fordert die Karrieren


Kaum eine Branche unterliegt so schnellen Innovationszyklen wie die der Erneuerbaren Energien. Für Mitarbeiter bedeutet das, durch fachliche und persönliche Weiterbildung auch für neue Aufgaben geeignet zu sein.

Kaum eine andere Branche unterliegt einer so hohen Veränderungsgeschwindigkeit und nirgends hängt der Erfolg von Unternehmen so stark von der Innovationsfähigkeit ab wie im Bereich der Erneuerbaren Energien. Das macht die Fähigkeit, Veränderungen zu erkennen und sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen, zu einer Kernkompetenz. Der Faktor Wissen ist dabei die wichtigste Ressource - sowohl für die Unternehmen als auch für die Mitarbeiter. Denn wenn das Unternehmen im Wettbewerb Federn lässt, ist der eigene Arbeitsplatz auch in Gefahr.

Die Situation ist durchaus mit der von Sportlern vergleichbar: Die wissen von Haus aus, dass wer nicht regelmäßig trainiert, im Wettkampf kaum seine Leistung abrufen kann. Während der Sportler um Pokale und Medaillen ringt, muss der Mitarbeiter an seiner Jobfitness bzw. der sogenannten Employability arbeiten. Dahinter verbirgt sich die Fähigkeit, die sich wandelnden Rahmenbedingungen zu erkennen und eigenverantwortlich die notwendigen fachlichen und persönlichen Kompetenzen zu entwickeln oder zu erwerben, um einen Arbeitsplatz zu erlangen und zu erhalten. Die fachliche Kompetenz bildet immer noch das Fundament der Employability. Obwohl Fachwissen heute einer schnelleren Halbwertszeit als früher unterliegt, kann dieses Know-how am leichtesten durch Weiterbildungsmaßnahmen aufgefrischt werden. Auf der Fachkompetenz bauen soziale sowie persönliche Fähigkeiten als Schlüsselkompetenzen auf - sie spiegeln häufig grundlegende Einstellungen wie Motivation, Verantwortungsgefühl, Teamfähigkeit oder Zielorientierung.

Doch was können Mitarbeiter konkret tun, um ihre eigenen Fähigkeiten zu stärken? Erst einmal ist es wichtig, die Verantwortung für die eigene persönliche und fachliche Entwicklung zu übernehmen und sich immer wieder zu fragen, wie die eigenen Fähigkeiten besser eingesetzt oder erweitert werden können. Dazu sind der Blick auf die Veränderungen in der Branche der Erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Auswirkungen auf die eigene Arbeit erforderlich. Konkrete Fragen könnten sein: Wie verändert sich der Vertriebsprozess in der Windindustrie? Welche neuen Anforderungen haben meine Kunden an mich und wie muss ich mich fachlich und persönlich darauf einstellen? Wie agiert die Konkurrenz und wie kann ich mich in meinen Vertriebsaktivitäten auf diese Situation einstellen?

Veränderungen wahrzunehmen, neue Ideen umzusetzen und die dafür notwendigen Fähigkeiten aufzubauen kostet natürlich Zeit. Es führt aber in aller Regel dazu, dass man in seiner Disziplin besser wird - was wiederum zum Erfolg führt, der motiviert und zufrieden stellt. Eigeninitiative und Veränderungen kann aber auch Widerstand im eigenen Unternehmen auslösen, weshalb es sinnvoll ist, bei allem Enthusiasmus sich immer wieder mit dem Vorgesetzten abzustimmen. Hierbei macht es Sinn, sich gemeinsam über die Zielsetzung der Veränderung und der dann sinnvollen Weiterbildung auszutauschen und die Instrumente innerhalb des Unternehmens zu nutzen. Häufig bestehen innerhalb der Unternehmen Möglichkeiten, von denen die Mitarbeiter erst erfahren wenn sie sich selbst darum kümmern: Externe und interne Seminarangebote, in denen fachlichen Inhalte vermittelt werden, Mentoring oder Coachingprogramme oder die Übernahme eines neuen Projektes sind Maßnahmen, die - wenn man sich darum selbst kümmert - die eigenen Fähigkeiten erweitern.

Für Unternehmen ist es wichtig, dass die Führungskräfte ein Arbeitsklima schaffen, in dem neue Ideen hervorgebracht und eine Chance auf Realisierung haben. Für Mitarbeiter kommt es darauf an, Veränderungen nicht nur als Risiko für den eigenen Arbeitsplatz, sondern als Chance für die eigene Karriere zu begreifen. Denn sportlicher Erfolg und Employability haben eines gemein: Sie beginnen im Kopf.